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Für
die
großen indianischen Nationen des Südens - die Cherokee, Choctaw,
Chickasaw und Creek begann Anfang des 19. Jahrhunderts eine Zeit der Anpassung.
Einige strebten danach ihre alten Traditionen aufrechtzuerhalten, andere
wiederrum wollten die Kultur der Weißen so schnell wie möglich
übernehmen. Die Führer dieser Nationen waren sich einig, dass
das Überleben der Stämme einhergehen muss mit dem friedlichen
Nebeneinanderleben mit den Weißen und, dass sie den Lebensstil der
Weißen selber verinnerlichen müssten.
In den jeweiligen Stämmen bildete sich eine wohlhabende Elite heraus,
die den Weißen nacheiferten und sich genauso kleideten wie ihre
weißen Nachbarn. Sie wohnten in Plantagenvillen, hielten sich ihre
eigenen Sklaven und besaßen auch schicke Kutschen. Allerding änderte
sich nicht die Einstellung der Weißen den Indianern gegenüber.
Sie sahen sie immer noch als "Indianer", als "Wilde",
als "Unzivilisierte" an. Diese Stämme bilden zusammen mit
den Seminolen die "Fünf Zivilisierten Stämme".
Die Cherokee bauten ein funktionierendes Wirtschafts-, ein politisches
Gesellschafts-, sowie ein funktionierendes Bildungssystem auf. Dies wurde
seitens der USA mit Argwohn betrachtet und sie fürchteten, dieser
Zustand könnte sich auf die Nachbarstämme ausdehnen. Der damalige
Präsident Andrew Jackson wollte deshalb alle Indianerstämme
nach "Great American Dessert" umsiedeln und machte dies zu seiner
nationalen Aufgabe. Und ihm bot sich ein legaler Weg, dies auch durchzusetzen.
Die Cherokee schlossen seinerzeit mit England einen Staatsvertrag, nicht
aber mit den USA!
Die Situation der Indianer verschlimmerte sich noch, als auch noch Gold
auf dem Land der Cherokee entdeckt wurde. Plötzlich machten Tausende
von Weißen Ansprüche auf Cherokee-Land geltend. Der Staat Georgia
erhielt von der Bundesregierung freie Hand. So konnte der Staat Georgia
kurzerhand Gesetze zu Ungunsten der Indianer erlassen. Den Cherokee was
es verboten, Gold zu schürfen, vor Gericht gegen einen Weißen
auszusagen und politische Versammlungen abzuhalten - es sei denn er wollte
Land verkaufen. Die Indianer protestierten zwar gegen diese Ungerechtigkeiten,
wurden aber von Präsident Andrew Jackson ignoriert.
Dann
trat der Stammesrat er Cherokee im
Herbst 1829 zusammen und verbot den eigenen Stammesangehörigen den
Verkauf von Land. Würde ein Indianer trotzdem Stammesland veräußern,
drohte ihm die Todesstrafe. Aber auch dieser verzweifelte Akt kam zu spät.
Am 28. Mai 1830 wurde vom Kongress der "Removal Act"
verabschiedet. Durch dieses Gesetz, war die zwangsweise Umsiedlung der
östlichen Stämme in den Westen, nach Oklahoma, beschlossene
Sache.
Am 06.06.1838 stellten sich 7000 Soldaten dieser menschenunwürdigen
Aufgabe und begannen mit der Zwangsevakuierung. Tausende von Indianern
wurden mit Waffengewalt zusammengetrieben und warteten auf den Abmarsch
nach Westen.
Der Zug nach Westen führte durch Tennessee, Kentucky, Missouri und
Arkansas (später Oklahoma) und ging als "Trail of Tears"
(Pfad der Tränen oder Marsch der Tränen) als eine der übelsten
politischen Grausamkeiten der USA in die Geschichte ein. Auf diesem 6-monatigem
Marsch starben ca. 4000 Cherokee an Hitze, Hunger, Durst, Kälte oder
an Krankheiten wie Cholera und Masern.
Die Cherokee, die den Trail of Tears überlebt haben, bauten ihre
Gesellschaft und ihr Wirtschaftssystem im Indianerreservat langsam wieder
auf. Schon 10 Jahre später hatten sie aus der wüsten Öde
Oklahomas ein blühendes Umfeld gestaltet, Schulen und Gymnasien erbaut
und wirtschaftliche Akademien gegründet.
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