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Leonhard Peltier sitzt seit nun mehr 30 Jahren im Gefängnis. Nur der Präsident der USA kann ihn begnadigen..

Für die großen indianischen Nationen des Südens - die Cherokee, Choctaw, Chickasaw und Creek begann Anfang des 19. Jahrhunderts eine Zeit der Anpassung. Einige strebten danach ihre alten Traditionen aufrechtzuerhalten, andere wiederrum wollten die Kultur der Weißen so schnell wie möglich übernehmen. Die Führer dieser Nationen waren sich einig, dass das Überleben der Stämme einhergehen muss mit dem friedlichen Nebeneinanderleben mit den Weißen und, dass sie den Lebensstil der Weißen selber verinnerlichen müssten.
In den jeweiligen Stämmen bildete sich eine wohlhabende Elite heraus, die den Weißen nacheiferten und sich genauso kleideten wie ihre weißen Nachbarn. Sie wohnten in Plantagenvillen, hielten sich ihre eigenen Sklaven und besaßen auch schicke Kutschen. Allerding änderte sich nicht die Einstellung der Weißen den Indianern gegenüber. Sie sahen sie immer noch als "Indianer", als "Wilde", als "Unzivilisierte" an. Diese Stämme bilden zusammen mit den Seminolen die "Fünf Zivilisierten Stämme".
Die Cherokee bauten ein funktionierendes Wirtschafts-, ein politisches Gesellschafts-, sowie ein funktionierendes Bildungssystem auf. Dies wurde seitens der USA mit Argwohn betrachtet und sie fürchteten, dieser Zustand könnte sich auf die Nachbarstämme ausdehnen. Der damalige Präsident Andrew Jackson wollte deshalb alle Indianerstämme nach "Great American Dessert" umsiedeln und machte dies zu seiner nationalen Aufgabe. Und ihm bot sich ein legaler Weg, dies auch durchzusetzen. Die Cherokee schlossen seinerzeit mit England einen Staatsvertrag, nicht aber mit den USA!

Die Situation der Indianer verschlimmerte sich noch, als auch noch Gold auf dem Land der Cherokee entdeckt wurde. Plötzlich machten Tausende von Weißen Ansprüche auf Cherokee-Land geltend. Der Staat Georgia erhielt von der Bundesregierung freie Hand. So konnte der Staat Georgia kurzerhand Gesetze zu Ungunsten der Indianer erlassen. Den Cherokee was es verboten, Gold zu schürfen, vor Gericht gegen einen Weißen auszusagen und politische Versammlungen abzuhalten - es sei denn er wollte Land verkaufen. Die Indianer protestierten zwar gegen diese Ungerechtigkeiten, wurden aber von Präsident Andrew Jackson ignoriert.

Dann trat der Stammesrat er Cherokee im Herbst 1829 zusammen und verbot den eigenen Stammesangehörigen den Verkauf von Land. Würde ein Indianer trotzdem Stammesland veräußern, drohte ihm die Todesstrafe. Aber auch dieser verzweifelte Akt kam zu spät. Am 28. Mai 1830 wurde vom Kongress der "Removal Act" verabschiedet. Durch dieses Gesetz, war die zwangsweise Umsiedlung der östlichen Stämme in den Westen, nach Oklahoma, beschlossene Sache.
Am 06.06.1838 stellten sich 7000 Soldaten dieser menschenunwürdigen Aufgabe und begannen mit der Zwangsevakuierung. Tausende von Indianern wurden mit Waffengewalt zusammengetrieben und warteten auf den Abmarsch nach Westen.

Der Zug nach Westen führte durch Tennessee, Kentucky, Missouri und Arkansas (später Oklahoma) und ging als "Trail of Tears" (Pfad der Tränen oder Marsch der Tränen) als eine der übelsten politischen Grausamkeiten der USA in die Geschichte ein. Auf diesem 6-monatigem Marsch starben ca. 4000 Cherokee an Hitze, Hunger, Durst, Kälte oder an Krankheiten wie Cholera und Masern.
Die Cherokee, die den Trail of Tears überlebt haben, bauten ihre Gesellschaft und ihr Wirtschaftssystem im Indianerreservat langsam wieder auf. Schon 10 Jahre später hatten sie aus der wüsten Öde Oklahomas ein blühendes Umfeld gestaltet, Schulen und Gymnasien erbaut und wirtschaftliche Akademien gegründet.

Der knapp 500 km lange Gewaltmarsch
"Long Work"
im Tiefwinter 1864 lastet auch heute noch auf dem Volk der Dine.
Brutaler Überfall auf das schlafende Dorf der Cheyenne am 29.11.1864. Der Befehl war eindeutig: "Es werden keine Gefangenen gemacht".
Das Massaker am Wounded Knee als erschütternder Schlusspunkt der langen Eroberungsgeschichte des "Weissen Mannes" am 28.12.1890.
Die Indianer in Illinois sind zurecht entsetzt über die öffentliche Zurschaustellung der Gebeine ihrer Vorfahren.