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Um 7:30 Uhr Aufbruch und Fahrt nach Frankfurt/M zum Flughafen. Noch 3 Stunden warten und das Abenteuer kann beginnen. Bei United Airline zum Check-In, Koffer auf das Band hieven, Tickets über den Tresen reichen und der nette Flugbegleiter eröffnet uns, dass wir keine Sitzplätze zugewiesen bekommen, aber keine Angst wir kommen schon mit der Maschine mit. Hallo???!!! 3 Stunden vor Abflug angekommen und keine nebeneinander liegenden Sitzplätze? Hm. Na super, also weiter Richtung Sicherheitskontrolle. Alle Hosentaschen ausräumen, Gürtel, Schmuck und Uhren in den Bottich, Laptop aus der Tasche holen und alles Handgepäck durch den Scanner. Selber durchhuschen (ähm, natürlich nicht den Scanner benutzen, der für das Handgepäck da ist) und geschafft.
Gate suchen und noch lange, lange warten. Nun ist es soweit wieder am Schalter anstehen, wegen der Bordkarten, aber auch hier wieder die gleiche Nachricht: “Sie werden aufgerufen.“ Und dann tritt die Dame näher an uns heran und fragt fast im Flüsterton, wo unser Handgepäck die ganze Wartezeit über war, ob wir es unbeaufsichtigt haben irgendwo stehen lassen, ob uns ein anderer Fluggast etwas zusteckt hätte und ob wir in der Sicherheitszone irgendetwas gekauft hätten. Hää? Wir müssen alle noch mal durch den Scanner huschen und alles Handgepäck wird durchleuchtet. Wozu dann die ganze Fragerei? Die Amis, die haben ja Paranoia!
Außerdem steht fest, dass wir die einzigen sind, die die letzten freien Plätze erhalten werden. Aber Ende gut alles gut. Wir setzen uns einfach zusammen und komischer weise sitzt jeder von den 3 getrennten Paaren am Ende doch wieder mit seinem Partner zusammen.
12:15 Uhr die Maschine hebt ab und es geht Richtung Washington D.C./Dulles. Nach 9 Stunden und um 15:20 Ortszeit (in Deutschland 21:20) kommen wir in Washington an und nun heißt es wieder Formulare, Formulare. Den ganzen Krempel, den wir ja schon vor Reisebeginn online (ESTA-Antrag) machen mussten, füllen wir hier noch mal schriftlich aus. Und wozu? Also erstmal Abgabe der Zollerklärung und Pass vorzeigen. Hier in der Warteschlange machen wir schon Bekanntschaft mit einem Paar, dass die gleiche Reise gebucht hat wie wir. Wie sich später herausstellt sind das Martina und Andreas aus Berlin. Dann werden die Fingerabdrücke eingescannt. Bei uns nur die Zeigefinger beider Hände. An anderen Schaltern von allen Fingern!!! Aber auch hier müssen wir einmal in die Kamera gucken und fertig. Dann Koffer holen und zum nächsten Check. Da sitzt ein einsamer Mann mitten im Gang und fragt wo es hingehen soll. Na nach México. OK, dann mal den Koffer auf das Band links neben dem Typen und Tschüß. Weiter eilen, der Anschlussflug wartet nicht auf uns. Und dann wieder Scanning!!! Wie schon in Frankfurt, alles Handgepäck, Laptop, Gürtel usw. in den Bottich und sogar die Schuhe ausziehen und durchscannen lassen. Hallo, wir haben doch den Sicherheitsbereich nie verlassen. Eben Amerika.
Dann hoch an den Schalter und wir bekommen die Plätze an der Tür. Super, haben genügend Platz und könnten uns ausstrecken aber……. es kommt anders. Die Stewardess lässt nur
 
Landessprachler an der Tür sitzen, im Notfalle könnte ich ja nicht die Tür öffnen. Ha ha. Na ja wenn sie meint. Ich würde schon den Riegel nach unten drücken und die Tür nach außen schieben können auch ohne perfekte Englisch-Kenntnisse!!! Wie war das? Eben Amerika! Nach weiteren 4 Stunden Flug und ausfüllen von Formularen Landeanflug auf México-City. Es ist dunkel und die vielen Lichter der Stadt zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht. Endlich, ich kann die méxicanische Luft schnuppern und sie riecht nach Abenteuer. Am Einreiseschalter stellt sich dann raus, dass der Flugbegleiter die falschen Formulare ausgeteilt hat. Man bittet uns nun die richtigen auszufüllen, ähm übrigens alles in Spanisch!!! und auch die Zollerklärung. Da kam ich dann ins Grübeln, soll ich angeben, dass ich Gummibärchen und Kaugummi dabei habe? Die Frage lautete ja auch, ob ich Lebensmittel mitbringen würde. Hm, für mich stand schlagartig fest, dass Gummibärchen keine Lebensmittel sind, grins. Und schon stand ich samt Reisegepäck in der Ausganghalle und wir hielten Ausschau nach unserer Reisegruppe bzw. nach dem Reiseleiter. Und da stand er auch schon. Ein Peruaner, der super gut deutsch sprach. Wir waren Gruppe 2 und diese bestand aus 28 Leuten. Die ersten tauschen schon mal Geld um, wir auch und dann heißt es: ab in den bereitstehenden Bus, die Koffer werden von den Boys dorthin gebracht und verstaut. Wir steuern unser Hotel „Galeria Plaza“ in der „Zona Rosa“ an. Die Zone heißt nicht umsonst so, lach. Aber eigentlich sollte hier nicht auf die besonderen Vorlieben der Bewohner angespielt werden, sondern auf die Häuser, die überwiegend rosafarbene Fassaden besaßen.
Mittlerweile ist es knapp 23:00 Uhr Ortszeit (6:00 - 10. Feb. in Deutschland) also schon mal 24 Stunden auf den Beinen, obwohl ich das nicht wirklich merke. Im Bus gibt es dann die ersten Infos bezüglich des nächsten Tages und den ersten Lacher von uns. Javier, unser Reiseleiter meinte, wir würden morgen um 4:00 Uhr aufwachen und ausgeschlafen sein (mit 5 Stunden Schlaf?), dann könnten wir ja an seine Worte denken, aber nicht zu stark an ihn denken, denn er könne ja schlafen. schmunzel
Der „Javier-Wetterbericht“ verspricht uns morgen 10 °C. Ui das wird ja doch etwas frisch.
Im Hotel ist auch alles vorbereitet, die Zimmerschlüssel liegen schon parat, die Kofferboys laden die Koffer aus und bringen sie in die jeweiligen Zimmer. Alles super vorbereitet. Danke an unseren Javier! Und hoch ins Zimmer, die nötigsten Sachen auspacken und wieder los in die Stadt – „Zona Rosa“ erkunden und Getränke kaufen. Die Minimärkte haben rund um die Uhr geöffnet wir steuern „7 Eleven“ an und haben eine mäßige Auswahl an Wasser, Icetea, Cola und anderen Säften. Aber um den Durst zu löschen reicht das Angebot völlig aus. Übrigens sollte man zwingend „Coca Cola“ sagen. Cola allein bedeutet Schwanz. Und das ist nicht wirklich das, was man sich in der „Zona Rosa“ oder anderswo bestellen sollte, (räusper)
Und von Kriminalität ist nix zu spüren. Die „Zona Rosa“ wird übermäßig stark von Polizei-Wagen frequentiert. Es ist fast taghell auf den Strassen, die Stadt pulsiert auch noch mitten in der Nacht. Selbst ich als Frau hätte alleine keine Angst.
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