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Die Folgen für die östl. Stämme sind an Grausamkeit kaum zu überbieten, als der Kongress den Removel Act verabschiedet.

Als ich mir vor einigen Tagen (im Jahre 2000) die CD "SHAMAN 2" kaufte und mir das Cover näher ansah, stieß ich auf einen Aufruf

FREE LEONHARD PELTIER NOW!

Dieser Aufruf richtet sich an den, inzwischen ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten Bill Clinton, Leonhard Peltier, Mitglied der AIM, freizulassen. Außerdem entdeckte ich noch eine Internetadresse für weitere Informationen. Also neugierig wie ich nun einmal bin, habe ich mich gleich im I-Net umgeschaut und bin dabei auf mehrere Pressemitteilungen auf der Website der Gesellschaft für bedrohte Völker gestoßen.

Seit über 31 Jahren sitzt der bekannte indianische Gefangene aus den USA, Leonhard Peltier, unschuldig im Gefängnis. Er wurde am 6. Februar 1976 in Kanada festgenommen, wo er Asyl beantragen wollte und 1977 an die USA ausgeliefert. Dort wurde er am 2. Juni 1977 zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt.
Der Vorwurf: Er soll im Sommer 1975 auf dem Pine Ridge Reservat in Süd Dakota (USA) zwei FBI-Agenten erschossen haben.
Zum Hintergrund: 1975 kam es im Pine Ridge Reservat im US-Bundesstaat Süd Dakota, in dem damals bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten, zu einem Schusswechsel zwischen dem FBI und Mitgliedern des American Indian Movement (AIM). Dabei wurden zwei FBI-Agenten und ein Indianer getötet. Das American Indian Movement AIM war 1975 von den Lakota im Pine Ridge Reservat gegen die Schlägertruppen des damaligen korrupten Stammesratsvorsitzenden Dick Wilson zu Hilfe gerufen worden. Peltier war damals eines der führenden Mitglieder von AIM und hatte sich ebenfalls im Reservat aufgehalten.

Die indianische Bürgerrechtsbewegung war damals ein Zielobjekt des COINTELPRO Programms zur Unterbindung von Aktivitäten, die von der US-Regierung, dem FBI oder der CIA als politisches oder soziales Sicherheitsrisiko für die USA eingeschätzt wurden. Nachdem das "Freedom of Information Act" (FOIA)-Gesetz Peltiers Anwälten Jahre später Einsicht in Regierungsakten gewährt hatte, wurden die Manipulationen des FBI und damit die Unschuld Peltiers nachweisbar. Schon 1986 musste auch der ermittelnde Generalstaatsanwalt in einem Berufungsverfahren einräumen, dass niemand weiß, wer die tödlichen Schüsse auf die beiden Agenten, für die Peltier verantwortlich gemacht wird, tatsächlich abgegeben hat. Eine vermeintliche Augenzeugin widerrief ihre Aussage, da sie unter Druck des FBI gemacht worden war. Auch Richter Gerald Heaney, der bei zwei Berufungsverfahren den Vorsitz führte, bat Präsident Clinton schriftlich, das Urteil gegen Peltier aufzuheben. Dennoch wurden die Anträge seiner Anwälte, ein Wiederaufnahmeverfahren einzusetzen, immer wieder abgelehnt. Seit einem Schlaganfall ist Leonard Peltier auf einem Auge fast erblindet. Er leidet unter Diabetes. Inzwischen hat der 1944 geborene Bürgerrechtler ein gutes Drittel seines Lebens unschuldig in den Hochsicherheitstrakten verschiedener US-Haftanstalten verbracht. Während der Haft hat Peltier zu malen begonnen. Die Kosten seiner Verteidigung werden teilweise durch den Verkauf seiner Bilder gedeckt.
Interessenten wenden sich bitte an das Leonhard Peltier Defense Commitee

Leonard Peltier hat im Sommer 1999 sein erstes Buch veröffentlicht. Die Auswahl von Aufsätzen, in denen er über seine Kindheit und Jugend, den Tag der Schießerei und seine Haft berichtet, wurde von Harvey Arden herausgegeben. Das Buch "Prison Writings - My Life is My Sundance" hat der "Verlag 2001" in deutscher Übersetzung mit dem Titel "Mein Leben ist mein Sonnentanz" herausgegeben.

Da die juristischen Möglichkeiten eines Wiederaufnahmeverfahrens erschöpft sind, ist eine Begnadigung nur durch den amtierenden Präsidenten der USA möglich. Möchtest du dich ebenfalls an dieser Kampagne beteiligen, dann schreibe, faxe oder maile direkt an den Präsidenten George W. Bush. Auf der Seite der GfbV gibt es ein vorgeschriebenes Formular, welches du gleich mailen kannst. Selbstverständlich kannst du auch selbst einen Brief verfassen.

Frei nach Neil Armstrong:

Es ist ein kleiner Schritt für uns aber ein großer für Leonhard Peltier

So kannst du Präsident Barack Obama erreichen:

President Barack Obama Telefon: 001-202-456-1111
The White House Fax: 001-202-456-2461
1600 Pennsylvania Ave. mail: president@whitehouse.gov
Washington D.C. 20500    
USA    

 

 

Der knapp 500 km lange Gewaltmarsch
"Long Work"
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