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Leonhard Peltier sitzt seit nun mehr 30 Jahren im Gefängnis. Nur der Präsident der USA kann ihn begnadigen.

Auf dem Grundbesitz seiner Familie in Fulton County (Illinois) begann 1927 Dr. Don F. Dickson mit Ausgrabungen und legte dabei eine kleine Hügelgruppe frei. Archäologen aus dem ganzen Land untersuchten den Ort und fanden Ruinen vorkolumbischer Dörfer, Lager und Befestigungen und insgesamt 251 sterbliche Überreste von Mississippi-Leuten, die um 1100 n. Chr. in dieser Region siedelten. Zwar ließ man 9 Skelette an ihrem Fundort liegen, stellte sie aber mit anderen in der näheren Umgebung gefundenen Töpferwaren und Werkzeuge in einem Museum, das der Staat Illinois direkt über den Hügeln errichten ließ, aus.

Zu Beginn der 70-er Jahre erzürnte dieses schamlose Verhalten die Indianer Illinois der Art, dass sie nun die Herausgabe der Gebeine ihrer Vorfahren und anderer prähistorischer Gegenstände forderten. Die Bewohner der Region, sahen dies nicht "so problematisch", schließlich beweise die Ausstellung durchaus Takt und Rücksicht und außerdem wird die kulturhistorische Entwicklung der Gegend dadurch widergespiegelt.

Seit Jahren wird diskutiert, ob Museen das Recht haben heilige Gegenstände der Indianer und die Gebeine ihrer Ahnen öffentlich zur Schau stellen zu dürfen. Die Smithsonian Institution und das Chicago Field Museum beugten sich dem Druck indianischer Interessenvertreter und begannen Gebeine und Artefacte an jene Stämme zurückzugeben, die eine kulturelle oder biologische Bindung zu diesen Ausstellungsstücken geltend machen konnten.

Endlich verabschiedete der Kongress in Washington 1990 den Native American Graves Protection und Repatriation Act. Dieses Gesetz verpflichtet alle Bundesbehörden und Museen, die aus Bundesmitteln finanziert werden, die kulturelle Zugehörigkeit ihrer indianischen Skelettsammlungen festzustellen und eventuell noch existierende Nachfahren zu verständigen.

Da allerdings das Dickson Mounds Museum nicht in den Zuständigkeitsbereich dieses Bundesgesetzes fällt, können sich daher die Indianer aus Illinois nicht darauf berufen. Zufriedenstellend gilt die Tatsache, dass der Staat Illinois trotzdem bestrebt ist die Skelette zuzuordnen und in dieser Angelegenheit mit den Indianern eng zusammenzuarbeiten. Den Indianern, die gegen diese Ausstellung protestierten, ging das Bestreben des Staates Illinois nicht weit genug. Sie forderten immer noch die Herausgabe der indianischen prähistorischen Gegenstände und vor allem die Herausgabe der Gebeine ihrer Ahnen, um sie anständig zu begraben.

So kam es, dass die Indianer beschlossen die Sache nun selbst in die Hand zu nehmen. Am 6. April 1991 überwanden sie die Absperrung des Museums und schaufelten symbolisch Erde auf mehrere der freigelegten Gräber. Und dieser Einsatz lohnte sich. Am 3. April 1992 ordnete Illinois die Schließung der Gräberausstellung von Dickson Mounds an. Übrigens die letzte ihrer Art in den Vereinigten Staaten.

 

 

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