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Reisepass - pasaporte

Zunächst ist ein Reisepass erforderlich, der bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein muss.
Im Flugzeug, im Bus oder an der Grenzkontrolle bekommt man eine Touristenkarte überreicht. Diese füllt man mit seinen persönlichen Daten aus und darf erstmal für 90 Tage im Land verweilen. Man kann sich die Karte auch um weitere 90 Tage verlängern lassen. Das Original der Touristenkarte gibt man bei der Einreise bei dem zuständigen Beamten der Grenzkontrolle ab, die Kopie behält man selber. Sehr wichtig: Die Kopie wird bei der Ausreise verlangt. Also nicht verlieren! Wenn es doch geschieht, dann sofort beim Reiseleiter melden oder sich direkt an das „Institute Nacional de Migración“, Avenida Ejército Nacional 862 in Ciudad de México (México-City) wenden. Weitere Anlaufstellen findet man in den Flughäfen des Landes. Also ich hoffe niemand kommt in diese Verlegenheit. Sehr von Vorteil wären dann auch ein paar Spanischkenntnisse.

Auch Kinder benötigen einen eigenen Reisepass. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die allein oder in Begleitung nur eines Elternteils reisen, benötigen zusätzlich noch eine beglaubigte auf spanisch ausgestellte Erklärung des anderen Elternteils.

Sofern die Reise nach México mit einer Zwischenlandung in den USA erfolgt wird die ganze Prozedur noch komplizierter. Seit dem 12.01.2009 müssen sich alle Reisenden, die ohne Visum in die USA einreisen möchten, und eine Zwischenlandung gehört ja auch dazu, online eine Einreisegenehmigung von den USA erteilen lassen. Unter dem folgenden Link https://esta.cbp.dhs.gov gelangt man in die Eingabemaske. Diese Genehmigung sollte man spätestens 72 Stunden vor der geplanten Einreise beantragen. Alle Angaben sind in Englisch zu tätigen. Wichtig: die Angaben, die man getätigt hat vor dem Absenden ausdrucken und unbedingt die Vorgangsnummer notieren.
Kleiner Nachtrag meinerseits: Die Antragstellung für diese "visumfreie" Einreise in die USA ist doch nicht so schlimm wie befürchtet. Alles easy. Die meisten Einträge können aus den deutschsprachigen Voreinstellungen ausgewählt werden und der Rest ist auch schnell getan. Also meine Einreisegenehmigung wurde sofort erteilt, jippi.

Mexikanische Botschaft in Deutschland:
Klingelhöferstr. 3 in 10785 Berlin
Telefon 030-2693230 Fax 030-269323700
www.embamex.de


Zoll - aduana

Nach México dürfen keine Lebensmittel eingeführt werden, es sei denn sie sind in Dosen konserviert. Schweinefleisch, auch wenn es in Dosen konserviert ist, darf trotzdem nicht eingeführt werden.
Was nun mit Gummibärchen & Co ist, keine Ahnung, ist ja nicht konserviert. Dürfte also auch nicht eingeführt werden. Ich werde es ausprobieren! - Die Gummibärchen haben die Einreise, sowohl in die USA, als auch nach México erfolgreich im Koffer gemeistert! -

Was darf ich denn nun einführen? Was ist erlaubt? Also:
1. Geschenke im Wert von 300,00 US$,
2. bis zu 3l alkoholische Getränke (na ja ich trinke dort lieber „echten“ Tequila, oder ne Margarita),
3. 400 Zigaretten oder 25 Zigarren oder 200 g Tabak
4. 1 Fotoapparat
5. 1 Videokamera
6. 12 Filme oder Videokassetten

Was darf ich aus México ausführen? So ziemlich alles, es kommt eher drauf an, was ich nach Deutschland wieder einführen darf. Allerdings kennt México keine Gnade, wenn Gold (außer Goldschmuck), Antiquitäten, Kakteen und natürlich, was ja am offensichtlichsten ist, wenn man archäologische Funde ausführen will.


Gesundheit

Impfungen - vacunación

Es besteht keine Impfpflicht. Es sei jedoch angeraten eine Tetanus Auffrischungsimpfung vornehmen zu lassen und sich gegen Hepatitis A und Tollwut impfen zu lassen.
In Reisezonen unterhalb 800m Höhe ist eine Malariaprophylaxe angebracht. Allerdings nicht erforderlich auf der Halbinsel Baja California, in den Touristenzentren der Westküste von Mazatlán und Huatulco, Isla Cozumel und Cancún.
Besonders in den Abendstunden werden die kleinen Biester aktiv, dann gilt es weite Kleidung tragen und sich mit dem bisher besten Insektenschutzmittel DEET von Care Plus PZN 556714 einzucremen. Die Verwendung eines Moskitonetzes bringt noch einmal zusätzliche Sicherheit.
Eine Impfung gegen Malaria gibt es nicht, man kann lediglich den Krankheitsverlauf durch Medikamente beeinflussen.

Krankenversicherung - seguro de enfermedad

Dringend empfohlen wird der Abschluss einer privaten Auslandsreise-Krankenversicherung. Und im Falle eines Falles auch die Rückholversicherung mit uneingeschränkter Kostenübernahme, sowie die Überführungskosten im Todesfall.

Reiseapotheke – botiquín

Auf jeden Fall gegen Moctezumas Rache gewappnet sein. Die ungewohnten Speisen reichen schon aus, um den König der Azteken auf den Plan zu rufen. Das Leitungswasser ist nicht genießbar, allerdings kann man damit gefahrlos duschen. Selbst zum Zähneputzen würde ich es nicht verwenden. In den Hotelzimmern stehen gewöhnlich Flaschen mit Trinkwasser – agua potable oder man versorgt sich selber mit Mineralwasser - agua mineral.
Für Reisende, die eine Rundreise gebucht haben und tgl. im Bus sitzen wäre es evtl. von Vorteil, wenn man Reisetabletten dabei hätte. Auch Medi’s gegen Erkältung – Stichwort - klimatisierter Bus - sollten nicht fehlen.

Fazit meiner Reise:
Keine Angst vor Malaria. Nach Aussagen unseres Reiseleiters hat es schon seit 20 Jahren keinen Malariafall gegeben. Er hat auch ausdrücklich betont, dass eine Malariaprophylaxe nicht erforderlich sei. Und das mit der Gewissheit, dass wir an Tag 7 und 8 unserer Rundreise im Regenwald unterwegs sein werden! Übrigens habe ich mit Moctezuma's Rache keine Bekanntschaft gemacht.

Währung, Geldumtausch, Banken

Landeswährung ist der peso mexicano M$ auch geschrieben als $ oder MXN. Der Kurs stand am 16.01.2009 1 € = 18,42 MXN. Man kann also „großzügig“ aufrunden. Am besten gleich ein paar Euro am Flughafen umtauschen, damit der Kofferträger auch ein Trinkgeld erhalten kann. Ansonsten in den Banken, die Mo - Fr von 9:00 – 17:00 Uhr geöffnet haben. Kleinere Filialen nur bis 13:30 Uhr.
Die Wechselstuben - casa de cambio von 8:30 – 18:00 Uhr und an den Wochenenden bis 14:00 Uhr. Übrigens kann man an den Flughäfen rund um die Uhr Geld tauschen.
Die gängigsten Kreditkarten werden akzeptiert. Allerdings kommt man auf einem traditionellen Markt nicht wirklich weit mit seiner Karte.
Erfolgt die Kreditkartenabrechnung in Pesos, bekommt man einen recht günstigen Kurs. Die internationalen Hotels rechnen meist in US $ ab und somit wird es etwas teurer.
An den Geldautomaten, die an das MAESTRO-System angeschlossen sind, bekommt man problemlos sein Bargeld, aber Achtung, die Kriminalität hat sehr zugenommen, deshalb sollte man nie allein zum Automaten schlendern und auch nur kleinere Summen abholen.

Dies und Das

Strom 110V also ein Adapter für die E-Geräte erforderlich und vorher nachschauen, ob unsere E-Geräte (Fön, Rasierer, Ladegerät für die Cam, Akku für Laptop ….) auch mit 110V funktionieren. Sonst gleich zu Hause lassen oder einen Stromwandler kaufen (wird allerdings teuer).

Die Zeit. Tja die gibt es auch in México, allerdings gehen dort die Uhren anders (grins). Es gibt drei Zeitzonen, je nach dem, in welcher man sich aufhält, zieht man 7, 8 oder 9 Stunden von unserer Zeit ab. Kleines Rechenbeispiel: Bei uns in D schlägt es 17:00 Uhr, dann ist es in México…????, Ja richtig entweder 10:00, 9:00 oder 8:00 Uhr am Morgen des selben Tages.

Schon angesprochen, die Kriminalität. Abgesehen von den Drogenkartellen, gibt es auch die „Kleinkriminalität“ die jeden treffen kann. Also nicht lange überlegen, wie man aus dieser Situation rauskommen kann. Das Einfachste ist, zu geben was verlangt wird, sonst fackeln „die“ nicht lange und zücken die Waffen. Also wenig Geld dabei haben, nicht offen den Schmuck tragen, sonst könnte man um ein Ohrläppchen ärmer sein. Wer mit Digicam um den Hals, Shorts, Goldkettchen und / oder Adiletten rumdippelt, braucht sich nicht zu wundern als Tourist enttarnt und ausgeraubt zu werden.
Die Metro ab Dämmerung meiden und tagsüber, wenn viele Menschen unterwegs sind auf Taschendiebe achten. Ich denke mal in einem Reiseführer für Deutschland steht auch nichts anderes. Jedenfalls was die Großstädte betrifft. Ich für meinen Teil würde auch ungern abends in Berlin durch Kreuzberg laufen wollen oder mit der U-Bahn fahren, genauso wenig wie in Frankfurt/M oder sonstwo.

Fazit meiner Reise:
Die Erfahrungen, die ich in México gemacht habe, egal ob in México-City oder in den Städten bis nach Cancún, erzählen ein anderes Bild von der Kriminalität. Nur ein Mal hatte uns unser Reiseleiter vor Taschendieben gewarnt. Das war in Oaxaca, als wir gemütlich durch eine Markthalle schlenderten. Wir zwängten uns durch enge Gäßchen vorbei an unübersichtlichen Ständen. Und rein instinktiv hat jeder seine Tasche enger an sich gepreßt, so wie man es in jeder anderen Stadt auf der Welt auch tun würde. Also mal ganz klar gesagt: "Die Reiseführer geben ein gefälschtes Bild der Wirklichkeit wieder. Ich hatte zu keiner Zeit irgendwelche Ängste!!!"

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